Es war natürlich keine historische Schlacht, es war eher ein Gemetzel, was wir am Samstag gegen die Löwenberger erleben mußten. Leider hat der AFC das Gemetzel letztlich verloren, vorher war aber der Teamführung offensichtlich bereits der Glaube an die ersatzgeschwächte und arg umgestellte Mannschaft abhanden gekommen. Wie anders läßt es sich erklären: Nach dem 3 - 1 gut weiter nach vorne gespielt, das Match im Griff gehabt, fast noch das 4 - 1 gemacht... Und plötzlich wird nicht nur ein Vorwärtsgang rausgenommen, sondern ein Rückwärtsgang eingelegt. Offensichtlich auf Kommando des Abwehrchefs wird die aktive Spieleröffnung aufgegeben. Die Zaghaftigkeit der Angermünder Aktionen ermutigte natürlich den Gegner, der eigentlich schon "tot" war. Er erkannte die Gunst der Stunde und nahm die freimütigen Einladungen zum Toreschießen gerne an. Jeder Pass der Angermünder - es waren allerdings eher Pässchen - wurde so richtig gefährlich - für Angermünde. So kam es wie es kommen mußte. Ein Wunder schon fast, dass der Handelfmeter verwandelt werden konnte. Hier wurden nicht nur 3 Punkte hergegeben, es wurde eine ordentliche Portion Selbstbewußtsein verschenkt. Die Zuschauer wurden um einen Sieg ihres Teams BETROGEN! Und der Trainer leistete dem Vorschub, weil er ruhig und still (sonst ja nicht gerade seine Art!) dem Bruch im Spiel zusah und so die Niederlage geschehen ließ. Er hatte sich das Heft des Handelns aus der Hand nehmen lassen. Gute Zeichen sehen anders aus.
Max Latteck


