Nov 26

In Babelsberg ohne Chance

Der AFC hatte durch Pokal und Insolvenz von Prenzlau zwei Wochenenden frei und durfte schon am Freitag unter Flutlicht beim SV Babelsberg ran, da am Tag darauf deren Erste ein sogenanntes Sicherheitsspiel gegen den BFC Dynamo bestreiten musste. Waren die bisherigen Niederlagen stets bitter, so konnte man diesmal von einer klar verdienten Pleite sprechen. Es war kein Klassenunterschied – beide Teams trennten Welten in der Qualität voneinander. Dass es am Ende nur 2:0 hieß, hat man äußerst gnädigen Gastgebern zu verdanken. Und das ist für den AFC als positiv zu bewerten, denn im Zweikampf gegen Michendorf geht es auch um das Torverhältnis. Auch bei einem 0:6 hätte sich der AFC noch bei den Babelsbergern bedanken müssen. Beim AFC stand vor dem Spiel schon fest, dass es Änderungen im Trainerteam geben wird, die Probleme der letzten Spiele blieben jedoch augenscheinlich. Wenn man spieltechnisch so unterlegen wirkt, sollte zumindest das taktische Verständnis Aushilfe schaffen, doch dem war nicht so. Im vierten Spiel in Folge fiel der entscheidende Treffer über die rechte Abwehrseite der Angermünder, ein erneut simpler Fehler gestattete einem Gegner den Durchbruch, am Ende traf dieser fast von der Grundlinie zum 1:0. Nach der Pause besaß man rechts wieder die falsche Entscheidung – 0:2. Vergessen waren die Mut machenden Minuten zwanzig Minuten vor der Pause, als Oertel sich links durchsetzte, doch wiederum von der Grundlinie einen Verteidiger anschoss und auch Biebers Flanken von rechts, jedoch ohne Erfolg. Nach dem 2:0 spielte die Reserve des Regionalligisten den AFC schwindlig und übertraf sich im Versieben von Chancen. Einsatz konnte man den Angermündern nicht absprechen, aber die individuellen Unterschiede sprachen Bände. Drei Spiele gibt es noch bis zur Winterpause, das Torverhältnis sollte man immer im Blick behalten und dann auf die Lichtung des Lazaretts vertrauen, um die liegen gelassenen Punkte der ersten Spiele einzusammeln. Konkurrent Michendorf verlor in der Schlussphase nach eigener Führung – gut für den AFC und die Spannung im Kampf um den 14. Platz. Diese 1:1-Konkurrenz kennt ja der AFC schon aus der Aufstiegssaison – es wird also nicht langweilig.