Durch Vereinswechsel, Wegzug und langfristige Verletzungen fehlen den Verantwortlichen sage und schreibe neun Spieler, was die Kaderdecke sehr ausdünnt. So heißt es bis zum Sommer, schnellstens die A- Junioren zu integrieren und zwei Teams zu formen, die in ihren jeweiligen Staffeln auch in der nächsten Saison im oberen Drittel mitspielen können. Auch wenn man somit vorerst kleinere Brötchen backen muss, so steht die spielerische Entwicklung weiterhin im Vordergrund. Natürlich lag bei den ersten Spielen im Freien bei schneeglattem Geläuf die Priorität im läuferischen Bereich.
Und das mit A- Junioren gespickte Team der Zweiten hielt sich bis zur Pause wacker, auch wenn eigene Akzente eher selten gesetzt wurden. Nach dem 1:3 zur Pause brachen dann doch alle Dämme und das Spiel wurde 3.10 verloren, wobei Huhn und Bormann bei einem Eigentor für den AFC trafen. Trainer Klitzner hat also einen schwierigen und reizvollen Job in der zweiten Halbserie, zumal zusätzlich einige Leistungsträger seiner Elf in die Erste integriert werden müssen.
Diese schlug sich gegen das Landesklasseteam von Joachimsthal wacker und konnte gehörig was für die Ausdauer tun. Das Umkehrspiel gegen die druckvolleren Gäste forderte die letzten Reserven der einzelnen Spieler, der Schonrückwärtsgang aus manchem Kreisligaspiel hätte hier ansonsten auch zu einem zweistelligen Resultat gegen den AFC geführt. Man ging sogar in Führung, als Lange mit seinem ersten Tor für den AFC nach seiner Rückkehr das erste Signal setzte. Zuvor vereitelte Salwasser mit einer Glanzparade die gegnerische Führung und überzeugte danach auch im Strafraum. Dank der Laufarbeit beider Teams wurden die Lücken schnellstens zugelaufen, sodass sich mehr und mehr ein Spiel zwischen den Strafräumen entwickelte. Nach der Halbzeit nutzte Schorfheide eine unglückliche Aktion des eingewechselten Schön zum Ausgleich, als dieser einen neben das Tor rollenden Ball sicher zur Ecke befördern wollte, der Ball aber versprang. Die neuerliche AFC- Führung vergab Zafer, als er nur das Außennetz traf. Viel passierte bis zur Schlussviertelstunde nicht mehr, E. Grimpe und Schentke hatten die Zentrale im Griff, auf der Außenbahn war nach einer schläfrigen ersten Halbzeit auch Wolf endlich aufgewacht.
Kielblock, dem man bei einer guten Leistung kaum anmerkte, dass er schon bei der Zweiten durchspielte, fehlte ein wenig die Kraft, um von der Strafraumgrenze zu treffen. Das Ergebnis war zwar zweitrangig und trotzdem ärgerlich, da der zweite Treffer gegen den AFC mit Ansage fiel. Zum wiederholten Male übertrieb Schuchert als Verteidiger das Dribbling und bekam schließlich die Quittung dafür und machte seine bis dahin engagierte Leistung zunichte. Insofern doch sehr wertvoll, da im Testspiel solcherlei Fehler ruhig passieren sollen, um daraus zu lernen. In der Schlussminute parierte Salwasser in großer Manier einen Schuss aus Nahdistanz- es blieb beim 1:2. Einziger Wermutstropfen der insgesamt fairen Partie war, dass einige Joachimsthaler den Zweikampf in der Schlussphase übertrieben und somit Schentke schwer verletzt ausscheiden musste. Sollten die Bedingungen mitspielen, so testet der AFC am Sonnabend in Pinnow und Sonntag daheim gegen Lok Eberswalde.


