Den Bedingungen getrotzt: AFC mit 9 Toren in zwei Spielen

Gute Laufeinheit gegen Pinnow


Es war kein Schlammketschen, was da an zwei Tagen auf dem Nebenplatz des Jahn- Sportplatzes geboten wurde. Nicht nur das Streitobjekt Ball, sondern auch die Bewegungen der Spieler erinnerten zumindest jeweils die erste Halbzeit lang an ein Fußballspiel. Dass die Schiris unter Wettkampfbedingungen die Spiele des AFC gegen Pinnow und Lok Eberswalde nie angepfiffen hätten, zeigt den Zustand der Spielfläche auf. Aber für die Entwicklung der läuferischen Fähigkeiten sowie das Analysieren von Fehlern waren die Tests sehr hilfreich. Gegen Pinnow endete die Partie 4:4, wobei 2x Bittner sowie Lange und Zafer für den AFC trafen, Gäbler, Meißner, Wilke und Höfert für Pinnow. Beide Vertretungen hatten ihre Druckphasen, wobei der Gast in den entscheidenden Momenten zielstrebiger und somit gradliniger wirkte. Da wurde auch mal ein Pass in die Spitze gewagt, auch wenn die Wahrscheinlichkeit auf das Erreichen des Ziels eher gering war. Dass abgefälschte Bälle und manch überraschender Umstand doch zum Ziel führten, zeigten die ersten beiden Tore für Pinnow. Der AFC hingegen schlampte mitunter bei der letzten Eingabe oder auch dem Torschuss aus Nahdistanz, das sogenannte „Klein- Klein“ wurde übertrieben. Der Ausgleichsgegentreffer in der Schlussminute war eine Lehrstunde für den AFC. Lange, mit steigender Tendenz, vergeigte den Ball an der Mittellinie per Beinschussversuch, den folgenden langen Ball hätte Schön im Strafraum locker ablaufen können, es kam aber zu einem einfältigen Foul und somit Strafstoß inklusive Tor für Pinnow. Infolge der personellen Umstände beim AFC war es sehr erfreulich zu beobachten, dass die Spieler der Zweiten einen sehr guten Job machten und sich allmählich an das höhere Niveau gewöhnen müssen und werden. So überzeugten links Schmidt und rechts Wroblewski sowie zentral Kielblock/ Schröter und im Angriff Lehmann mit überlegter Zweikampfführung.

AFC: Salwasser, Schmidt, Boche, Schön, Schuchert, Bittner, Kielblock, Schröter, Wroblewski, Lange, Zafer, Lehmann

Schnelle Angriffe brachten am Sonntag fünf Tore

Dies gilt auch für den Sonntag. Wiederum trat ein Gemisch aus Zweiter und Erster an, um gegen Lok Eberswalde 5:0 zu gewinnen. Noch mehr Schlamm und somit noch mehr Zufall und zum Teil Akrobatik, um sich auf den Beinen zu halten, hinderten nicht, dass speziell nach der Pause der AFC das Passspiel mit Doppelpässen einfacher und somit Gewinn bringender gestaltete. Da das Zentrum bald sumpfähnliche Zustände aufwies, konnte ein flottes Spiel nur noch über die Außen stattfinden. Lange zeichnete sich hier mehr und mehr mit Übersicht und schneller Weiterleitung des Balles aus und war die! Anspielstation im Vorwärtsgang. Mit viel Laufarbeit überzeugte Zafer, der sich mit zwei Toren selbst belohnte. Langes Doppelpack wurde durch E. Grimpe ergänzt, welcher eine Stunde lang die Abwehr organisierte, um danach seine Stärken in der Zentrale auszuspielen. Hier gefielen bis dahin M. Beltz und Franke, die schon viele Bälle vor der Abwehr abfingen. In der Schlussphase bewies A- Junior Schuchert sein Potenzial und warum er aus der Ersten nicht mehr Wegzudenken ist. Seine Flankenläufe waren nicht zu bremsen und durch das direkte Passspiel in die Tiefe erreichte er sehr oft die Grundlinie und konnte mitunter, wie beim Elfmeterpfiff zum 5:0, nur unfair gebremst werden. Das AFC- Tor hütete erstmals Granzow, der von der SG Crussow wechselte und ab Mai spielberechtigt für die Zweite sein wird. Er machte seinen Job ordentlich und hielt die Null. Wegen des mehr zum Sumpf mutierenden Untergrundes wurde das Spiel zehn Minuten früher abgebrochen, der Hauptgedanke wurde erfüllt und der lautete Bewegung im Freien. Da die beiden Hauptplätze des AFC infolge des zu erwartenden Wetters wohl kaum spieltauglich sein werden, wird der Trainingsplatz wohl eine weitere Testpartie ertragen müssen, somit insgesamt für die Spieler und so manches nachweihnachtliche Körpergewicht immerhin freudbetonter als Trainingseinheiten.

AFC: Granzow, Kolow, E. Grimpe, Schmidt (Schröter), Schuchert, Franke, M. Beltz, Lange, S. Retzlaff, Zafer, Huhn

 

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